Das Alibibuch in der Bibliothek

Bibliothek, Dekonstruktion

Bibliotheken brüsten sich (zurzeit) gerne damit, öffentliche Orte ohne Konsumzwang zu sein, die allen Gesellschaftsschichten offen stünden, und versuchen sich so von Orten wie Starbucks* abzugrenzen, die (auch) freies WLAN anbieten und gerne als Arbeitsorte angenommen werden.

Aber besteht wirklich kein Konsumzwang in Bibliotheken?

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Bibliothek, Praxis — und Forschung?

Forschung

In den letzten 12 Monaten habe ich (gefühlt) jedes halbwegs ernstzunehmende Buch über Schwangerschaft und Babys erstes Jahr gelesen, das auf dem deutschen und US-amerikanischen Markt zu haben ist. Dabei ist mir zweierlei aufgefallen — und zumindest einer der Punkte ist auch für bibliothekarische Praxis meiner Meinung nach relevant.

Bibliotheken im Kampf um Aufmerksamkeit

Books, library service, Marketing

Ach, Sie arbeiten in der Bibliothek?

Wer kennt das nicht? Wenn man sich als BibliothekarIn outet, wird man sogleich mit sämtlichen Clichés konfrontiert:

  • Braucht man überhaupt noch Bibliotheken, wo doch jetzt alles bei Google (und Amazon) zu finden ist?
  • Sie lesen wohl gerne?
  • Man muss studieren, um Bücher ins Regal zu stellen?
  • usw.

Ebenso regelmäßig kann man von BibliothekarInnen lesen, die angesichts dieser dauernden Stereotypisierung wenn nicht genervt, dann doch zumindest unverständig sind, wieso Bibliothekarinnen auch im 21. Jahrhundert noch immer als die buchschiebenden Duttträgerinnen des 19. Jahrhunderts und Bibliotheken als Buchspeicher vorgestellt werden (z.B. Ellyssa Kroski: 7 Things Librarians Are Tired of Hearing).